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Gut Kick ..
Ach ja – fast vergessen, was bei all dem musikalischen Hochgenuss, Nudelsalat-Overkill und Bierkisten-Zählen völlig untergegangen ist: Heute steht ja auch noch ein Testspiel an! Gegen niemand Geringeren als unsere geschätzten Sportsfreunde aus Koblenz – die Cosmonauten, bekannt für ihre Raumfahrt-ähnliche Spielweise: viel Raum, wenig Fahrt. Ein Duell der Giganten… zumindest der unteren Atmosphärenschichten. Geleitet wird die galaktische Begegnung übrigens von einem echten Urgestein: Zafer Yildiz, ein guter alter Freund, dessen Pfeife schon damals klang wie eine nervöse Teekanne. Es wird also nicht nur sportlich spannend, sondern auch akustisch vertraut. Wenn das mal nicht nach einem fußballerischen Leckerbissen schreit – oder wenigstens nach einem weiteren Grund, sich das nächste Bier zu öffnen.
Ein Nachtrag zum vergangenen „Mannschaftsabend“ - falls man das so nennen darf. Ich, Alice, durfte als Außenstehende live bei dem Spektakel dabei sein und berichte natürlich neutral und mit Distanz von diesem Event! Mannschaftsabend – Ein unvergessliches Highlight… wie jedes Jahr! Wie aus dem Nichts – also genau wie die letzte Weihnachtsfeier, das Neujahrsfest oder die spontane Grillaktion im letzten Jahr– fand auch dieser Mannschaftsabend mal wieder ganz überraschend beim Co-Co-Co-Co-Trainer statt. (Warum nicht gleich Co⁴-Trainer?) Man munkelt, er hat heimlich ein Vereinsheim gemietet – wir nennen es nur sein Gartenhaus. Das kulinarische Konzept: Grillen. Mal was Neues. Jeder durfte einen “hausgemachten” Salat mitbringen, damit es auch optisch was hermacht. Spoiler: drei Nudelsalate mit exakt denselben Zutaten (aber einer war „mit Liebe gemacht“, hat man uns gesagt), ein Kartoffelsalat, der vermutlich noch den 30. Spieltag miterlebt hat, und ein grüner Salat, der sich mutig zwischen Ketchup und Bier behauptete. 7 Kisten Bier – das war wenigstens eine strategische Meisterleistung. Und was die Moral betrifft: Top! Denn auch wenn’s keine Punkte zu holen gab, war die gesamte Mannschaft anwesend. Also… wenn man die Physio und den Co-Co-Co-Co-Trainer wieder abzieht, blieben ganze 12 aktive Feldspieler, die sich gnädigerweise erbarmt haben, ihren Trainingsanzug gegen Zivilkleidung zu tauschen. Einfach schön zu sehen, wie ein ganzer Kader von 14 Mann zusammenkommt, um sich für ganze zwei Stunden anzuschweigen, bevor sich alle schubweise mit der Ausrede „Morgen früh Training“ verabschieden. Nun zu einem weiteren Programm-Highlight: 9-Dorf mal wieder ganz kreativ und beruft zum Gesang ein: Tradition ist Tradition – und so stand natürlich auch wieder der musikalische Einstand der Neuzugänge auf dem Abendprogramm. Dumm nur: Neuzugänge gab’s keine. Also durften die „Neuen“ vom letzten Jahr nochmal ran. Ein Hoch auf die Recycling-Kultur!
MBK eröffnete den Abend mit einer Stimme, die in der freien Wildbahn vermutlich als Abschreckungsmittel dienen würde. Seine Gesangseinlage erinnerte weniger an Melodie, sondern mehr an einen Presslufthammer auf Glastisch, oder wahlweise auch an Schmirgelpapier auf Trommelfell. Nach dem dritten Ton war klar: Die Ohren werden diesen Abend nicht überleben. Gerüchteweise mussten zwei Gäste danach erstmal eine Klangtherapie in der Badewanne machen. Dann kam Ben, unser Mittelfeld-Maestro. Auf dem Platz schon für seine elegante Spielweise bekannt, verzauberte er uns auch hier – mit mehreren Liedern, wohlgemerkt. Jeder einzelne Ton ein Volltreffer. Das Team reagierte mit einem klaren „Ja!“, dazu flogen lobende Ausrufe wie „Engelsstimme!“, „DSDS-Niveau – aber Finale!“ und „Schade, dass wir kein Mikro hatten, um es noch lauter zu machen!“. Es war wirklich der Moment, in dem man dachte: Vielleicht doch lieber Schlager statt Kreisliga. Falls ich jemanden vergessen habe: Kein Problem – mein Hirn hat es offenbar selbstständig versucht, zu löschen. Sollte sich also jemand jetzt vermisst fühlen: Herzlichen Glückwunsch, dein Gesang war so „einprägsam“ wie ein Stromausfall im Kopfkino. Manche Melodien klangen wie der Soundtrack eines Albtraums, andere wie ein Karaokeabend in der Hölle. Aber hey – keiner hat sich gedrückt, und allein das zeigt: Mut ist nicht nur, sich in einen Zweikampf zu werfen, sondern auch mit voller Inbrunst zu zeigen, welches Talent in einem nicht steckt. Man fühlte sich fast wie bei einem Heimspiel – die Stimmung: zäh, der Einsatz: durchwachsen, die Laufbereitschaft zwischen Grill und Bierkasten: überschaubar. Fazit: Teamgeist? Eher Team-Geisterbahn. Stimmung? Irgendwo zwischen „wir müssen das jetzt durchziehen“ und „hoffentlich fragt keiner nach Teambuilding“. Veranstaltungsort? Wie immer – das Epizentrum der Inspiration: die Einfahrt vom Co-Co-Co-Co-Trainer. Und trotzdem: Irgendwie schön. Im Sinne von… „man hat’s halt hinter sich.“
Moin Ihr aktiven Spritzer
Moin, Alice hier – live vom Pfaffenacker, wo die Linien geradeaus sind, aber die Wege zur Wahrheit gern mal im Zickzack verlaufen. Eigentlich – und jetzt kommt’s – eigentlich war ja Großes geplant. Der 25. Juli 2025 sollte der Tag des epischen Aufeinandertreffens zwischen der Reserve der SG Augst und der glorreichen Dritten der SG 2000 Mülheim-Kärlich werden. Doch wie das Leben so spielt – oder in diesem Fall eben nicht spielt – wurde aus dem Freundschaftsspiel ein Geisterspiel der Gefühle. Mülheim 3? Mal wieder abgesagt. Die Begründung? Purer Hochleistungssport gepaart mit Gourmetkultur und TikTok-Taktik. Die Wahrheit? Die Truppe um den unermüdlich pfeifenden Head Coach 9Dorf – ein Mann, dessen Trainingspläne wohl eher aus der Hölle stammen als aus einem Fußball-Lehrbuch – und natürlich auch Herr Bernhard (ja, der muss erwähnt werden – Teil des „Trainerstuffs“, wahrscheinlich verantwortlich für die Playlist beim Dehnen), muss passen. 6 Mal Training die Woche plus ein Testspiel? Das ist nicht mehr „Vorbereitung“, das ist eher ein Bootcamp mit Ballkontakt und wahrscheinlich der Grund für die Absage!
Ein typischer Tag im Trainingslager? Stellt euch das so vor: Die Sonne steht schon halb im Zenit – also 11 Uhr – und die hungrigen Gladiatoren der SG 2000 Dritte werden mit einem kulinarischen Feuerwerk vom Rathausgrill begrüßt. Paella, frisch gefangener Fisch (aus dem örtlichen Gartenteich), Fischstäbchen (tiefgekühlt, aber mit Liebe), Döner UND Combinazione al Forno. Warum sich entscheiden, wenn man alles haben kann? Mit vollem Magen – und schwerem Herzen – ging’s dann direkt zu den Spritzigkeitsübungen, frisch von TikTok geklaut, mit Coach 9Dorf als hüftschwingender Motivationsguru. Danach rein in die Eistonne – wahrscheinlich der kälteste Moment des Tages, direkt gefolgt von der realistischen Einschätzung der eigenen Aufstiegschancen (letztes Jahr Rang 3, diese Saison Versuch Nummer 8 – da geht was!). Und dann: Chiara-Time. Unsere Physiotherapeutin des Vertrauens – ein Juwel mit Massagetechniken, die selbst einen Presslufthammer entspannen würden. Danke, Chiara. Du bist der Grund, warum wir wenigstens noch atmen. Nachmittags: Teambuilding. Oder wie wir es nennen: Kontrolliertes Chaos. Dazu gab’s das große Einwurf- und Schrei-Training, denn: Wer laut ist, gewinnt. Unser Lieblings-Beispiel: Herr Delle, das Silberlöckchen mit der Stimme eines Presslufthorns. Mit sagenhaften 111 Dezibel brüllte er „SEITENWECHSEL!!!“, dass sogar der Rasen um Gnade flehte. Bravo!
Diese unglaublichen Darbietungen werden im Trainerstab übrigens belohnt: Mit einem „Trainingsfrei“-Gutschein, ausgedruckt auf recyceltem Klopapier, versteht sich. Leistung muss sich wieder lohnen. Und ja, der Vorstand war so nett, uns sogar C-Jugendliche als Leihspieler anzubieten, damit wir das Freundschaftsspiel überhaupt bestreiten können. Wirklich nett. Aber bei vollem Bauch, tränenden Ohren und knieweichen Muskeln – da kannste keinen auf den Platz stellen, höchstens auf die Sänfte. Also: Spiel abgesagt. Kein Ball rollt, nur der Schweiß. Bleibt laut, bleibt fit, bleibt cool. Eure Alice – aus dem Zentrum der Trainingswelt, dem legendären Pfaffenacker.